http://bit.ly/IFXk3Bhttp://www.youtube.com/watc...Arbeit ist die Tätigkeit von Sklaven, nicht von freien Individuen. Arbeit ist eine Massenpsychose, kollektive Sklaverei und Götzendienst. Der Lustgewinn am Leiden unter der allmächtigen Schicksalhaftigkeit "ARBEIT" und die dafür notwendige Unterwürfigkeit ist zentraler Lebensinhalt der Menschen, und im Besonderen von Arbeitsfetischisten. Dieser Arbeitsfetisch ist der ersatzreligiöse Fanatismus und Fundamentalismus des von Versagens- und Abstiegsängsten zerfressenen Besitzstandswahrerbürgertums. Die höchsten und heiligsten Götzen der Arbeitsfanatiker sind Arbeit und Geld. Ihr größtes Feindbild, ihre größte Bedrohung, ihr teuflischstes Grauen ist dementsprechend die Nicht-Arbeit, die Leistungslosigkeit, die Faulheit.
Die institutionalisierte Leistungslosigkeit, das "Bedingungslose Grundeinkommen", ist für den Arbeitsfanatiker ebenfalls eine höhere, aber dunkle, böse Macht, welcher er aber ebenso dient, wie seinen Götzen Arbeit und Geld. Jedoch indirekt, nämlich durch seine paranoide Hingabe an dieses Konzept, durch dessen Stilisierung und Verklärung als Feindbild, als das pure Böse, dem er sich mit seinem ganzen Dasein in den Weg stellt und es zu bekämpfen und zu vernichten versucht. Denn nur so kann er seine eigene lustbringende Unterwerfung unter die totale Herrschaft der Arbeit mitsamt einer angestrebten totalen Herrschaft der Arbeit über Alles und Jeden gegen das Grundeinkommen verteidigen und zugleich aber auch legitimieren.
In seiner paranoiden Wahnhaftigkeit rückt das Grundeinkommen nun an die Stelle seiner Götzen, des Beherrschers der Menschen. Aber in Form eines "bösen Herrschers" - eben als Gegenmacht zu seinen Götzen Arbeit und Geld. Weil der Arbeitsfanatiker nichts anderes außer der Herrschaft der Arbeit denken kann, dichtet er dem Grundeinkommen eine "böse Arbeit" an. So herrscht das Grundeinkommen über seine heiligsten Götzen Arbeit und Geld, damit sich der Arbeitsfanatiker als Opfer, als Unterdrückter fühlen kann. Damit wiederum kann er sich zum Widerständler und Freiheitskämpfer stilisieren, obgleich dabei sein tatsächlicher, totalitärer Charakter erscheint.
In der Paranoia des Arbeitsfanatikers herrscht das Grundeinkommen mit und als böse, ausbeuterische, unterdrückerische Arbeit. Mit eben genau dieser paranoiden Wahnvorstellung stellt der Arbeitsfanatiker sich selbst, seinen Götzen Arbeit und seinen unterwürfig-maschochistischen Götzendienst bloß. Die Paranoia des Arbeitsfanatikers entlarvt nicht das Grundeinkommen, sondern vielmehr das, was "Arbeit" in Wahrheit ist.
"In mehreren Kultursprachen geht die Wurzel des Wortes "Arbeit" auf eine Bedeutung zurück, die den unmündigen Menschen, den Abhängigen oder Sklaven bezeichnet. "Arbeit" ist also ursprünglich keine neutrale und vernünftige, sondern eine soziale Abstraktion: es ist die Tätigkeit derjenigen, die ihre Freiheit verloren haben. Egal, was diese Menschen auch tun mögen, ob sie nun im Bergwerk oder auf der Plantage schwitzen, ob sie als Domestiken im Haus das Essen auftragen, die Kinder zur Schule begleiten oder der Herrin Luft zufächeln: es ist immer die Tätigkeit eines als Knecht definierten Menschen. Das Dasein als Knecht ist der Inhalt der Abstraktion "Arbeit". In diesem Sinne, als sozial eingegrenzte Abstraktion, konnte der Arbeitsbegriff natürlich keinesfalls den Charakter einer gesellschaftlich allgemeinen Tätigkeitsform haben und schon gar nicht positiv bestimmt sein.
[...]
Die Arbeit ist selber an die Stelle Gottes getreten, und insofern sind jetzt alle Menschen "Knechte Gottes", die sich nur noch durch ihre funktionelle Stellung in der Hierarchie einer allgemeinen "Leidenstätigkeit" unterscheiden, die keinen Sinn hat als sich selbst. Auch das Management ist Teil der Arbeit und nimmt dieses irdische Kreuz auf sich, um gerade darin seine masochistische Macht zu finden - nunmehr gänzlich säkularisiert, selbst noch von den protestantischen Motiven abgelöst und seiner Ursprünge nicht mehr bewußt. Der homerische Held Odysseus hätte die heutigen sogenannten Herrschenden als armselige Knechte verachtet, weil sie sich selber unter das Joch der Arbeit beugen und sich damit in die Form der Unmündigkeit begeben, die zur gesellschaftlich-allgemeinen geworden ist. Arbeit als Verhaltensstörung der Moderne hat zu einer Gesellschaft der allgemeinen Unzurechnungsfähigkeit geführt."
http://exit-online.org/text...Mit Ausschnitten aus der "ZDF Heute Show", "Warum sie Adolf Hitler wählten" und "Kulturimpuls Grundeinkommen".
Musik von "Nagual Art".
http://www.nagualart.de/
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